Auto verkaufen: Tipps zum Auto verkaufen

Ginge es nach Klimaschützern, wäre der Zeitpunkt schon längst gekommen, sein privates Fahrzeug abzuschaffen und auf Bahn und Bus umzusteigen. Im Alltag von vielen Menschen fällt die Entscheidung dazu nicht immer ganz so leicht - können alle Wege tatsächlich auch ohne Fahrzeug zurückgelegt werden? Hinzu kommt der finanzielle Faktor: Bekomme ich für einen Dieselfahrzeug überhaupt einen fairen Preis? Wie hoch wäre der Wertverlust, wenn das Auto gerade jetzt verkauft wird? Denn auch auf den richtigen Zeitpunkt kommt es beim Verkauf des Gebrauchtfahrzeug an, sagen Experten vom ADAC.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, sein Gebrauchtwagen zum Verkauf anzubieten?

"Wer seinen Neuwagen schon nach fünf Jahren ersetzt, macht ein ziemlich schlechtes Geschäft", heißt es beim ADAC. Einen Wertverlust von 65 Prozent könne ein solcher Verkauf bedeuten. Denn der Restwert sinkt bereits unmittelbar nach der Erstzulassung rapide und nimmt auch in den ersten Jahren kontinuierlich ab. Erst später verläuft die Kurve nicht mehr ganz so steil. "In den folgenden fünf Jahren beträgt der Wertverlust insgesamt nur noch 25 Prozent", rechnet der ADAC vor.

 

 

Oft kommt Autobesitzern auch der Verkauf in den Sinn, wenn wieder eine große Reparatur ins Haus steht. Die Faustregel des ADAC lautet: "Sollte die Reparatur mehr als die Hälfte des Restwerts ausmachen, ist es besser, den Schaden nicht zu beseitigen, sondern den Wagen abzustoßen. Wer trotzdem noch viel Geld in den Alten steckt, sollte ihn auch wirklich bis zum bitteren Ende behalten."

Wer zahlt das meiste Geld für Gebrauchtwagen?

Mehr Geld gibt es meist vom Privatkäufer. Denn beim direkten Verkauf ist kein Händler dazwischen geschaltet, der auch noch etwas verdient und zudem beim Weiterverkauf die Mehrwertsteuer aufschlägt. Allerdings ist ein Privatverkauf in der Regel etwas aufwendiger und kann länger dauern.

 

Eine Chance auf einen besseren Preis gibt es über beide Wege auf jeden Fall, wenn die letzte TÜV-Hauptuntersuchung noch nicht allzu lange her war. Keinen Einfluss auf den Wert haben laut ADAC hingegen kleinere Schönheitsreparaturen. Die seien in den Richtpreisen bereits einkalkuliert. Um einen guten Eindruck beim Käufer zu machen, schaden sie aber sicherlich auch nicht.

Wie lässt sich der genaue Restwert ermitteln?

Wie viel der eigene Wagen tatsächlich noch wert ist, können Autobesitzer entweder von einem Gutachter prüfen (teure, aber genaue Variante) oder mittels einiger Angaben schätzen lassen, das geht zum Beispiel kostenlos über die Internetseite der Car Ankauf oder über die Fahrzeugbewertung von Mobile-de, der Dienst kostet Nichts Einen Richtwert erhält man auch schon, wenn man sein Auto mit Gebrauchtwageninseraten ähnlichen Alters, Laufleistung und Ausstattung vergleicht.

Was gibt es beim Privatverkauf zu beachten?

Aussagekräftige Fotos sind unabdingbar - auch von Mängeln, das schaffe Vertrauen, rät der ADAC. Ansonsten sollte im Inserat die Ausstattung knapp, aber so präzise wie möglich angegeben werden.

 

Meldet sich ein potenzieller Käufer, wird dieser das Auto auch Probe fahren wollen. Um hierbei nicht auf Betrüger reinzufallen, sollten Verkäufer Vorkehrungen treffen. Beispielsweise ist es sinnvoll, bei der Probefahrt mitzufahren, um sicherzugehen, dass der Interessent nicht kurze Zeit später mit dem Wagen über alle Berge ist. Auch sollte sich der Verkäufer den Führerschein zeigen lassen und gegebenenfalls bei der Versicherung abklären, ob der Fahrer für die Fahrt versichert ist. Alternativ kann auch ein einfacher Vertrag aufgesetzt werden.

 

Beim letztendlichen Kaufvertrag sollten Verkäufer außerdem beachten, dass in diesem kein Gewährleistungsrecht festgeschrieben ist. Dies ist nur zwingend bei einem Vertrag mit einem Händler. "Versäumt der Verkäufer, die Gewährleistung im Vertrag auszuschließen, unterliegt er der gesetzlichen, nunmehr zweijährigen Gewährleistungspflicht", so der ACE Auto Club Europa.